Algen bekämpfen im Aquarium

    Hilfe, ich habe Algen im Aquarium!

    Sie möchten die Algen in Ihrem Aquarium gern loswerden? Hier erfahren Sie, welche Arten von Algen in Aquarien auftreten, wie Sie Fadenalgen bekämpfen, wann Sie einen Algenentferner benötigen und was schwarze oder braune Algen im Aquarium bedeuten. Doch zuerst einmal etwas allgemeines Know-How zum Thema „Algen“ – wenn Sie Ihren Gegner kennen, ist es leichter, mit ihm fertig zu werden.

    Es gibt unzählige Algenarten, die für das Leben auf der Erde unglaublich wichtig sind: von winzigen Einzellern bis hin zu 60 Meter langem Tang im Meer. Mikroskopisch kleine Algen und Algensporen segeln sogar durch die Luft. Kein Wunder, dass Sie Algen im Aquarium haben. Solange sie nicht im Übermaß auftreten, brauchen Sie sich aber nicht zu beunruhigen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Algenproblem in den Griff bekommen.


    Warum habe ich so viele Algen im Aquarium?

    Es muss nicht an mangelnder Sorgfalt liegen, wenn in Ihrem Aquarium immer mehr Algen auftauchen. Vielleicht geben Sie Ihren Aquarien-Bewohnern einfach nur zu viel zu fressen. Alles, was sich im Aquarium zersetzt, ist ein optimaler Nährboden für Algen. Abgestorbene Pflanzenteile, verendete Fische, Schnecken oder Garnelen können genau so wie Futterreste eine Algenblüte verursachen.

    Wenn Ihr Filter verschmutzt oder nicht leistungsstark genug ist, bekommen Sie garantiert irgendwann ein Algen-Problem. Mit Regenwasser importieren Sie beim Wasserwechsel automatisch Algensporen – und wenn Ihr kleines Ökosystem dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, haben Sie in kürzester Zeit Grünalgen im Aquarium. Manchmal kommt es vor, dass zu viel Kalk oder Phosphat im Leitungswasser enthalten ist. Dann haben Sie bald einen ganzen Teppich von Algen im Aquarium. Aber vielleicht haben Sie ja in letzter Zeit einfach nur den Wasserwechsel vernachlässigt.

    Dadurch kann eine Algenblüte im Aquarium entstehen:

    Beim Einfahren, das ist normal
    Zu viel Fischfutter
    Zu hohe Phosphatwerte (PO4)
    Zu hartes Wasser
    Einfall von Sonnenlicht
    Regenwasser beim Wasserwechsel
    Sich zersetzende organische Substanzen
    Zu seltener Wasserwechsel
    Verschmutzter Filter
    Filter nicht leistungsstark genug


    Was sind das für Algen in meinem Aquarium?

    Ran an den Feind! Hier lernen Sie die häufigsten Algenarten im Aquarium kennen. Im nächsten Absatz erfahren Sie dann, wie Sie gezielt die verschiedenen Grünalgen, Blaualgen und Fadenalgen bekämpfen. Theoretisch könnten Sie natürlich auch gleich einen Algenvernichter einsetzen. Aber es gibt auch natürliche Möglichkeiten, mit denen Sie das Algenaufkommen in Ihrem Aquarium stark reduzieren können.

    Algen im Aquarium:

    Fadenalgen: weiche lange Fäden, frei schwebend
    Pelzalgen: schnellwüchsige Pelz-artige Algen, fest an Pflanzen und Technik verankert
    Haaralgen: hellgrüne Wattebäusche, bilden Polster
    Astalgen, Zweigalgen: buschig wachsende, stark verästelte Algen, schnellwüchsig
    Schwebealgen: winzige frei schwebende Algen, färben Wasser grün
    Kieselalgen, Diatomeen: bräunlicher Algenbelag auf allen Oberflächen
    Punktalgen: punktförmige harte Algenbeläge an Pflanzen und Scheiben
    Staubalgen: schleimiger Algenbelag, sitzt lose, „staubt“ beim Entfernen
    Bartalgen: fest anhaftende graue Alge an Blättern und Technik, erinnert an Barthaare
    Pinsel-Algen: buschig, Pinsel-förmig, dunkelgrün bis schwarz, fest anhaftend
    Blaualgen: Schleimiger blau-grüner bis schwarzer Bakterienbelag, fauliger Geruch

    Biologisch Grünalgen oder Fadenalgen bekämpfen

    Algen gehören einfach zum Biofilm, den Sie in Ihrem Aquarium brauchen. Aber Sie müssen ja nicht gleich sämtlichen Algenarten ein Gastrecht einräumen.

    Größere Algen wie Fadenalgen werden Sie auch ohne Algenentferner ziemlich schnell wieder los. Bevölkern Sie einfach Ihren Biotop mit Guppys, Kärpflingen oder Platys. Wenn Sie sparsam füttern, attackieren die Jungs auch die Algen. Zum Fadenalgen bekämpfen eignet sich speziell die japanische Armano Garnele. Welse und Posthornschnecken sind eine unfehlbare Waffe gegen Algenbeläge. Wenn Ihre Aquarien-Bewohner nicht mit dem Grünzeug fertig werden, können Sie immer noch einen Algenvernichter verwenden.

    Wenn Ihr Aquarien-Wasser allerdings unangenehm riecht und Sie einen blaugrünen Belag oder schwarze Algen im Aquarium entdecken, sollten Sie sofort die Notbremse ziehen! Dann haben Sie es mit sogenannten „Baualgen“ zu tun – die eigentlich gar keine Algen sind, sondern ein Bakterienfilm. Über kurz oder lang töten Blaualgen im Aquarium alle Ihre Aquarien-Bewohner.

    Da hilft nur...

    mechanisches Entfernen des Belags udn das Absaugen mit einem Mulmsauger

    ein Algenentferner

    mehrmals wiederholter Wasserwechsel und mindestens 7 Tage Vegetationsruhe.

    In dieser Zeit schalten Sie die Aquarium-Beleuchtung nur für 4-5 Stunden pro Tag ein. Füttern sollten Sie nur minimal oder gar nicht – die Tiere kommen bei diesen Lichtverhältnissen problemlos eine Woche lang mit dem aus, was sie im Aquarium finden.

     


    Zum Weiterlesen:
    Aquariun Magazin "Algen im Aquarium bekämpfen"

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